Nardini-Schule: Die Jugendlichen nicht aus den Klauen lassen
Main-tauber-Kreis. Was die Außenklasse Tauberbischofsheim der Nardini-Schule am Erzbischöflichen Kinderheim St. Kilian in Walldürn und der sonderpädagogische Dienst leisten, erläuterte Arndt in het Panhuis bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch. In einem Film, der von der Fimakademie Ludwigsburg zum 50. Bestehen der Landkreistage in Baden-Württemberg gedreht wurde, war zu sehen, dass schulische Förderung, sozialpädagogische Maßnahmen und sportlicher Ausgleich durch Langstreckenläufe ineinander greifen.
Wichtig sei der Nardini-Schule für Erziehungshilfe, dass Schüler neue Motivation und Leistungsbereitschaft entwickelten und sich nicht verloren gäben.
"Wir kämpfen um jeden Abschluss", so Panhuis, der von einer guten Quote bei den Absolventen sprach.
Als präventive Maßnahme ist der sozialpädagogische Dienst zu sehen, der 13 Deputatsstunden umfasst und für alle Schularten angeboten wird.
Ziel ist es, verhaltensauffälligen Kindern zu helfen "im System zu bleiben", wie Panhuis es ausdrückte. Zudem würden Rückschulungen von Sonderschulen betreut, Fortbildungen geboten, Einzelfallhilfen geleistet sowie Begutachtungen vorgenommen.
Panhuis lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, den Schulamt und den Schulen und betonte, wie wichtig es sei "den Jugendlichen nicht aus den Klauen zu lassen", um alle nur möglichen präventiven Maßnahmen zu nutzen. Laut Panhuis rechne sich nämlich dieser Aufwand, wie eine in Walldürn erarbeitete Studie eindeutig gezeigt habe. hvb
Fränkische Nachrichten
24. November 2007