Die Nardini-Schule Walldürn mit ihrer Außenklasse in Mosbach, die Nardini-Schule Tauberbischofsheim und der Histotainmentpark Adventon in Osterburken haben sich seit Beginn diesen Schuljahres zu einem außergewöhnlichen Projekt zusammengefunden: Schüler lernen nach mittelalterlichem Vorbild und mit den zu dieser Zeit verfügbaren Werkzeugen einen Stall für Enten zu bauen. Bereits das Mähen des Grases sorgt für Irritationen bei den Schülern: „Wo ist der Rasenmäher?“. Die von den betreuenden Lehrkräften herbeigebrachten Sensen sind zunächst nur ein kleiner Trost. Doch eines lernen die Schüler sehr schnell: wenn es vorangehen soll, muss man sich den Herausforderungen stellen und den Umgang mit diesem seltsamen Gerät erlernen. Nach einer halben Stunde wird der Sensenschwung ansatzweise beherrscht. Nach vielen Schwüngen und manch ungewolltem Bodenkontakt, wundert sich man einer, warum die Schneidkraft nachlässt. Erwartungsvoll blicken die Schüler nach den Lehrkräften und verlangen nach einer neuen Sense. Stattdessen lernen die Schüler jedoch die vorhandene fachgerecht zu schärfen. Eine Erfahrungen die für viele neu ist. Es wird nichts weggeworfen und neu gekauft, sondern das Alte gepflegt. Dies zu erfahren ist grundlegend für das Projekt "Mittelalter". Die Schüler erkennen, dass Baustoffe und Werkzeuge nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. So benutzen die Schüler zur Herstellung von Schindeln und Holznägeln Werkzeuge und Hilfsmittel, wie zum Beispiel einen Holzhammer. Da dieser einem natürlichen Verschleiß unterliegt, müssen die Schüler diesen regelmäßig reparieren. Auch der sorgsame Umgang mit den benötigten Baustoffen ist wichtig. So ist es doch sehr mühselig Stämme mit einem schweren Holzwagen über matschige Wege zu transportieren, diese von der Rinde mit einem Schäleisen zu befreien und Zapfverbindungen herauszustemmen. Hier wird der in der Schule oft strapazierte Begriff der Teamarbeit aus der Notwendigkeit heraus gelebt. Nur mit vereinten Kräften lässt sich ein schwer beladener Holzwagen über Stock und Stein bewegen.
Unterstützung erhalten die Schüler und Lehrkräfte von Handwerken und Siedlern des Histotainmentpark Adventon und des Geschäftsführers Herrn Wolf. Im Frühjahr 2012 ist geplant das Richtfest feiern zu können.